Es gab einmal einen funktionierenden Schienenverkehr mit Verbindungen in einge Nachbarländer.

Der alte osmanische Bahnhof Damaskus-Kanawat ist längst nicht mehr in Betrieb, aber auch der neue Haupfbahnhof ist, auch das eine Kriegsfolge, inzwischen verwaist.

Das Hauptverkehrsmittel, jedenfalls in der Metropolregion Damaskus sind heute die Kleinbusse, die hier „Service“ genannt werden.

Davon gibt es viele und auch so etwas wie Busbahnhöfe. Auf den Strecken, die wir gefahren sind, haben wir immer 4000 Syrisch Lira bezahlt, was ungefähr 40 Cent sind. Es passen erstaunlich viele Fahrgäste hinein, ich hab 14 gezählt in so einem Kleinbus, in dem oft extra Klappsitze eingebaut sind.

Manchmal haben sie auch ein etwas größeres Format.

Und dann gibt es im Stadtzentrum von Damaskus noch einige wenige große Linienbusse.

Die Fahrer beherrschen den Tanz des ortstypischen Straßenverkehrs meist ausgezeichnet, sind wahre Künstler. Einer erzählte uns, er hätte Angst davor, dass irgendwann ein großes Busunternehmen kommt und den Nahverkehr übernimmt. Dann müsse er aufgeben und würde zu Hause sitzen. Nour sagt, solange die Straßen so sind, wie sie sind, wird sich das wohl kein Unternehmen zumuten. Ich denke, dann wid unser Fahrer es noch locker bis zum Ruhestand schaffen.