von

Sbeneh

Dieser Ort ist zum großen Teil eine Siedlung von Geflüchteten. Zuerst war hier ein Camp für palästinensische Geflüchtete, das im Wesentlichen aus Zelten bestand.

Inswischen gibt es ein von der UN unterstützte Schule für palästinensische Kinder, an die auch Nours Neffe Walid geht.

Später kamen dann die Syrer, die aus Golan flohen oder vertrieben wurden. 2004 lebten hier 62.000 Menschen.

Nours Opa hatte seine Schafherde 1967 verkauft und war dann nach Dscharamana, einem Vorort von Damaskus gegangen. Als er dort wieder anfing Schafe zu halten, störten die Nachbarn sich am Geruch. So ist er nach Sbeneh gekommen, hat ein Grundstück gekauft und dann illegal ein Haus gebaut. Hier konnte er auf einem Grundstück, das ihm nicht gehörte die Schafe weiden lassen. Nahezu das ganze Viertel ist auf ähnliche Weise entstanden.

Hier ist Nour aufgewachsen und nun nach über zehn Jahren zum ersten mal wieder hier.

Vom Flughafen wurde er von fast der ganzen Familie abgeholt. Es fehlter sein ältester Bruder, von dem niemand weiß, wo er ist. Seine Spur verliert sich in Jarmuk.

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